Zahlen
und Fakten
Iglubau ist immer ein Abenteuer. Dieses Abenteuer wird auf der
Engsltigenalp seit 14 Jahren gelebt - seit zwei Jahren als Fondue
Iglu. Die Bauweise? Grosse Ballons werden mit Luft gefüllt
und dann mit Schnee zugeschüttet. Ist der Ballon entfernt,
bleibt die Igluhülle zurück. Rund 200 Kubikmeter Schnee
werden dann von Hand beim Innenausbau der Iglus entfernt. |
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Es
war einmal eine Schneeflocke
Wie
wird aus winzigen Schneeflocken ein mächtiges Iglu? Ein
Blick in die Welt der Iglubauer.
„Nein, Iglubauer war nicht mein Traumberuf!“ Björn
Zryd, Bildhauer und Künstler aus Adelboden lacht. „Aber
ich habe die Faszination kennengelernt, wenn man Schnee neue
Formen gibt und Menschen damit überrascht.“ Björn
weiss, wovon er spricht. Seit zwei Jahren ist er der kreative
Kopf im Team der Engstliger Iglubauer. Er entlockt dem Schnee
begeisternde Formen.
Doch ein
Iglu fängt viel früher an erwachsen zu werden. Mitte
November, minus 10 Grad, es schneit. Adrian Brügger,
Geschäftsführer der Bergbahnen Engstligenalp, freut
sich. Erstens über den Schnee, zweitens über die
Kälte. Schnee ist der Baustoff fürs Iglu und die
Kälte hilft, mehr Baustoff zu produzieren. Die Rede ist
von Kunstschnee, der in den nächsten Wochen nächtelang
fürs Iglu produziert wird.
Anfang
Dezember ist es soweit. Beat Pieren, verantwortlich für
den Unterhalt der Iglus, prüft den Druck des Ballons.
Sieben Meter hoch, acht Meter Durchmesser, aufgeblasen mit
Hilfe eines Laubbläsers - das Pistenfahrzeug sieht im
Vergleich klein aus. Koni Trachsel, der Maschinist, wartet,
eine Hand am Lenkrad, die andere am Joystick für die
Bedienung der mächtigen Schneeschleuder. Dann das Zeichen
von Beat: Los gehts! Rund 25 Stunden und 250 Liter Diesel
wird er benötigen, um die fünf Iglus per Schleuder
meterdick mit Schnee zuzudecken.
Tags darauf,
Beat lässt die Luft aus dem Ballon. Langsam senkt sich
die Hülle, gibt den Blick frei auf die blütenweisse,
mächtige Kuppel. Das Werk ist gelungen. Mit Muskelkraft,
Spaten, Pickel und Motorsäge werden die Iglus bearbeitet,
erhalten zuerst die grobe und dann die künstlerische
Form. Tonnenweise schaffen die Helferinnen und Helfer Schnee
aus den Iglus, machen Platz für Tische, Bänke und
Eisdekorationen.
Samuel
Inniger installiert im ebenfalls eingeschneiten Küchenkontainer
die letzten Apparate. Schnell das Material einräumen,
Wein bereitstellen, Fondue vorbereiten. Es ist der 11. Dezember
vier Uhr. Die Iglus sind gerade rechtzeitig fertig. Um Fünf
kommen die ersten Gäste...
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